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...::: WOLFSKLAUSE :::...

Konzerte

Konzertberichte

[31.05.2014] Stonewall Noise Orchestra


Ein schwedisches Rock-Spektakel!

Im Rahmen der Europa-Tour anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens machte die schwedische Rockband „Stonewall Noise Orchestra“ am vergangenen Wochenende in der „Wolfsklause“ in Oberwolfach halt und wusste musikalisch vollauf zu überzeugen. Die Vorbands „Blackslash“ und „Vex“ rundeten den Konzertabend gekonnt ab.



Die Jungs von „Vex“ stammen aus dem Raum Hausach und Haslach und sind in der „Wolfsklause“ schon lange keine Unbekannten mehr. Das Quartett hat sich eine Mischung aus Rock, Metal und Hardcore auf die Fahnen geschrieben und zwar ohne Kompromisse und ohne jeglichen modernen Schnick-Schnack. Leider waren die Zuschauerreihen bei der ersten Band noch recht licht, dennoch gaben „Vex“ alles und wussten bei Songs wie „Stone By Stone“ oder „Black Riders“ zu gefallen.



Ebenfalls etwas mehr Zuhörer hätte auch die zweite Band verdient gehabt, denn „Blackslash“ aus Donaueschingen sind eine äußerst talentierte Heavymetal-Band. In ihren Old-School-Outfits zogen sie sofort alle Blicke auf sich, und auch musikalisch ließ die junge Truppe um Sänger Clemens Haas keine Wünsche offen. Wer auf alten Heavy der Marke „Iron Maiden“ stand, dem gefielen „Blackslash“ auf Anhieb. Stücke wie „Steel Stallions“ oder die Zugabe „Separate But Equal“ waren richtig gut und wurden entsprechend beklatscht.



Dass sich schwedische Bands ins beschauliche Wolftal verirren, kommt nicht so oft vor. „Stonewall Noise Orchestra“ stellten eine erfreuliche Ausnahme dar und steuerten mit ihrem urigen Tourbus zum Abschluss der Tournee die „Wolfsklause“ an. Trotz vieler Konkurrenz-Veranstaltungen in der Region war der Konzertraum beim Topact des Abends ordentlich gefüllt. Und diejenigen, die da waren, haben ihr kommen sicher nicht bereut. Zwei, drei Songs lang beschnupperten sich Band und Publikum, danach herrschte eine ausgelassene Stimmung. Kein Wunder, verfügt der Fünfer aus Borlänge doch über ein schier unerschöpfliches Repertoire an hochkarätigen Rocksongs. Packende Melodien und eingängige Refrains gehören ebenso zu den Markenzeichen der Band, wie eine ausgewogene Mischung aus 70's- und Stoner-Rock. „Stonewall Noise Orchestra“ boten den Fans einen repräsentativen Querschnitt ihres bisherigen musikalischen Schaffens und zauberten einen Hit nach dem anderen aus dem Hut. Speziell die Songs aktuellen Album „Salvation“ wie „Die Die Die“, „New Age“ oder „Chemical Sky“ strotzen geradezu vor Spielfreude und guter Laune. Mit „Dead Eden“ endete ein famoser Auftritt, der vom Publikum lautstark gefeiert wurde. Bassist Jonas meinte zum Abschied: „Wir kommen auf jeden Fall wieder. Der Schwarzwald und die ‚Wolfsklause’ haben uns sehr gut gefallen.“

Ab sofort machen wir Konzert-Sommerpause!

[26.04.2014] GASMAC GILMORE

Ausgelassene Stimmung bei „Gasmac Gilmore“


Die Wiener Band „Gasmac Gilmore“ versprühte bei ihrem Gastspiel am vergangenen Samstag in der „Wolfsklause“ in Oberwolfach jede Menge gute Laune. Der Mix aus Rockmusik und Balkan-Klängen sorgte für ausgelassene Stimmung im Publikum. Auch die beiden Vorbands wussten vollauf zu überzeugen.

Zwar waren die Zuschauerreihen noch etwas spärlich besetzt, als „Facing Stanley“ den Startschuss gaben, doch jene Rockfans, die bereits da waren, bekamen einiges geboten. Das Quartett aus Straßburg zeigte von Bands wie „The Mars Volta“ oder „Jane’s Addiction“ beeinflusste Rockmusik – mal ruhig und entspannt, mal wild und bizarr. Die variable Gesangsleistung von Howie Saw war aller Ehren wert und verlieh groovigen Songs wie „Mirror, Mirror On The Wall“ oder „If I Were You“ das gewisse Etwas. Die Leistung von „Facing Stanley“ ist umso höher zu bewerten angesichts der Tatsache, dass dieser Auftritt gerade einmal der zweite in ihrer bislang kurzen Bandgeschichte war.


Dieses hohe Niveau konnten „Sick Of The Law“ erwartungsgemäß halten. Schon bei ihrem letzten Konzert in der „Wolfsklause“ vor über vier Jahren wussten sie voll zu überzeugen. Der Stil des Vierers aus dem Raum Lahr und Freiburg lässt sich als Alternative-Rock mit Einflüssen von Punk und Grunge beschreiben. Die Vergleiche mit „Nirvana“ sind vor allem der Tatsache zu verdanken, dass der Gesang von Tobias Sigg dem vom Kurt Cobain sehr ähnelt. Zusammen mit modernen Elementen und eingespielten Samples entstand ein stimmiges Gesamtpaket, das keine Wünsche offen ließ. Für „Feed My Expectations“ oder „Sister, Sister“ ernteten „Sick Of The Law“ kräftigen Beifall.


Nach einem klassischen Intro legten „Gasmac Gilmore“ mächtig los. Der Stil der Wiener vereint Rockmusik mit Balkan- und Klezmer-Elementen zu einem wilden Party-Cocktail. Spätestens ab dem dritten Song „And We Dance“ gab es im mittlerweile zahlreich vertretenen Publikum kein halten mehr. Sänger Matthias Wick, dessen Stimme unverkennbare Parallelen zu „System Of A Down“-Frontmann Serj Tankian aufweist, hatte die Fans fest im Griff. Ukulele, Trompete und Akustik-Gitarre sorgten für viel Abwechslung und jede Menge Tanzlaune bei den Fans. Bei „The Monkey March“, dem größten Hit der Österreicher, hüpfte die komplette „Wolfsklause“ freudig erregt über die Tanzfläche. Aber auch Songs wie „Camilla“, „Pitchblack“ oder „I Am God“ waren echte Gute-Laune-Garanten. Als das reguläre Programm mit „Feed Another, Eat Each Other“ endete, forderte das begeisterte Publikum frenetisch eine Zugabe. Diese kam dann mit „Alpenglühn“ prompt, anschließend war ein herausragendes Konzert zu Ende. Vom Potenzial her ist „Gasmac Gilmore“ eine Band, die das Zeug zu einer großen Karriere hat. Man darf gespannt sein auf das demnächst erscheinende neue Album.





Großartige Rockmusik aus Schweden gibt es am Samstag, dem 31. Mai in der „Wolfsklause“. Die Band „Stonewall Noise Orchestra“ ist für Freunde von „Black Sabbath“, „Monster Magnet“ oder „Kyuss“ hochinteressant.

[29.03.2014] FINSTERFORST

Förster, Akkordeon und Black-Metal


Am vergangenen Wochenende war mit der Schwarzwälder Pagan-Metal-Formation „Finsterforst“ eine äußerst interessante Band bei uns in der „Wolfsklause“ in Oberwolfach zu Gast. Für das Aufwärm-Programm sorgten die Vorbands „Cycle Beating“ und „Zanthropya Ex“.

Der Opener „Cycle Beating“ aus Lahr knallte dem Zuhörer eine Mischung aus groovigem Thrash-Metal der Marke „Slayer“ oder „Machine Head“, sowie Core-Elementen á la „Suicide Silence“ oder „August Burns Red“ um die Ohren. Sänger, Gitarrist und Bandleader Robert Wagner wusste mit seinen drei Mitstreitern bei Songs wie „Burning Down The Bridge“ oder „The Age Of Depression“ zu überzeugen und machte Appetit auf das bald erscheinende Debutalbum.

Der Sound der zweiten Band das Abends, „Zanthropya Ex“ aus Trossingen, lag irgendwo in der Schnittmenge von klassischem Thrash- und Death-Metal. Die deutschen Texte waren nicht jedermanns Geschmack, dafür waren die Musiker mit Hilfe von Kunstblut „hübsch“ geschminkt. Stücke wie „Blut für Blut“ oder „Leichenfeuer“ strotzten vor Energie und lockten einige Headbanger vor die Bühne. Als mit „Utopia“ der Auftritt des Fünfers beendet wurde, war das Feld bestellt für die Hauptband.


Diese hieß „Finsterforst“ und stammt aus Freiburg und der dortigen Schwarzwälder Umgebung. Die „Wolfsklause“ war trotz des speziellen Musikstils der „Förster“ gut besucht. Die anwesenden Fans durften sich über eine interessante Mischung aus Pagan/Folk-Metal und Black-Metal freuen, wobei der folkige Anteil überwog. Charakteristisch für „Finsterforst“ ist der häufige Einsatz eines Akkordeons, welches dem Sound der Band ein hohes Maß an Eigenständigkeit verleiht. Johannes Joseph bediente nicht nur gekonnt das Handzuginstrument, sondern steuerte auch noch den klaren Teil des Gesangs bei. Für das Screaming, den rauen schwarz-metallischen Gesang, war Frontmann Oliver Berlin zuständig. Der dosiert eingesetzte Black-Metal-Knüppel wechselte sich mit packenden Headbanger-Riffs und keyboardlastigem, folkigem Breitwandsound ab. „Finsterforst“ präsentierten sich als echte Einheit, die Qualität der Musik war über jeden Zweifel erheben und die Stimmung unter den Anwesenden ausgelassen. Kompositionen wie „Nichts als Asche“, „Weltenpilger“, „Untergang“ oder „Försterhochzeit“ stellten einen repräsentativen Querschnitt durch die Werke der Kapelle dar. Mit „Des Waldes Macht“ beendeten die Herren schließlich unter lautstarkem Applaus ihren gelungenen Auftritt.


Ein absolutes Muss für Fans von „System Of A Down“ stellt das nächste „Wolfsklause“-Konzert dar. Am Samstag, dem 26. April ist die Band „Gasmac Gilmore“ zu Gast. Die Wiener mischen Rock-Klänge im Stile ihrer amerikanischen Vorbilder mit Balkan- und Klezmer-Elementen zu einem wilden Party-Cocktail.

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