Elsässer Metalpower und Waldkircher Nachwuchshoffnung

Am 18. September ging die Konzertsommerpause der Wolfsklause zu Ende. Die drei Metalbands „Tyrannic“ aus Lahr, „Curse Of Society“ aus Waldkirch und „S-Core“ aus Straßburg machten ordentlich Lärm im gut besuchten Oberwolfacher Musikkeller.

Mit „Noise“ starteten die „Tyrannic“ in einen erfrischenden Set. Der Vierer, dessen Mitglieder trotz ihres jungen Alters schon in diversen Bands Erfahrungen sammeln konnten, überraschte die Zuhörer mit facettenreichem und gut vorgetragenem Metal. Der Gesang variierte zwischen kräftigem Shouting und leicht verbesserungswürdigen cleanen Vocals. „Fight Back“ oder „The Eternal Agony“ animierten zum Mitnicken, mit „Hypocrit“ ging ein guter Auftritt zu Ende.

Nun waren die mit Spannung erwarteten „Curse Of Society“ am Zug. Die junge Truppe präsentierte den Fans ihr nagelneues Metalcore-Album „Till Death Do Us Apart“, welches sie live vom Anfang bis zum Ende komplett durchspielte. Hierbei stellten die Waldkircher eindrucksvoll ihre technischen und songwriterischen Fähigkeiten unter Beweis. Die Songs können musikalisch locker mit denen von vergleichbaren Szenegrößen mithalten. Gepaart mit dem vielseitigen Gesang von Kevin Bläse entsteht ein interessantes Gesamtwerk, mit dem sich die Band berechtigte Hoffnungen auf einen Plattenvertrag machen darf. Dem Publikum gefiel’s prächtig, bei Stücken wie „Romance“ oder „Architects Of My Odyssey“ ging vor der Bühne mächtig die Post an. „Curse Of Society“ sind eine Band, von der man in Zukunft sicherlich noch einiges hören wird.

Die Zeit war nun reif für den Headliner. Anders als die beiden vorigen Bands sind die Straßburger „S-Core“ schon alte Hasen im Business und haben bereits mit großen Bands wie „Hatebreed“, „Machine Head“ oder „Korn“ die Bühne geteilt. Die trinkfesten Franzosen zelebrierten kompromiss- und schnörkellosen Metal der Marke „Sepultura“ oder „Pantera“. Gut gelaunt und sichtlich zufrieden mit den Fanreaktionen lieferte der Fünfer eine energiegeladene Show ab. Es wurde zu Songs wie „Greaser One“ oder „Gust Of Rage“ kräftig gebangt und Pogo getanzt. Mit der Zeit machten sich im Publikum zwar leichte Ermüdungserscheinungen bemerkbar, doch zu den Rausschmeißern „Crossing The Line“ und „Pangenesis“ gingen alle Beteiligten nochmals an ihre letzten Kraftreserven und begaben sich anschließend in Richtung Theke, wo die Elsässer bis in die frühen Morgenstunden dem deutschen Gerstensaft und diversen Obstbränden frönten.