Mächtige Riffs von "Undertow"

Die schwäbische Metalband "Undertow" war am vergangenen Wochenende in der "Wolfsklause" in Oberwolfach zu Gast. Im Gepäck hatte sie neben jeder Menge tonnenschwerer Gitarrenriffs auch die beiden Vorbands "Ecliptic Circle" und "Fearce".

Den Startschuss gaben "Ecliptic Circle" aus Oberkirch. Der Fünfer bot gutklassigen modernen Metal mit Thrash- und leichter Death-Schlagseite. Die Newcomer deuteten bei Songs wie "Between Faith And Forgiveness" oder "Imperfection Of Our Past" ihr Potenzial an.

Schon eine Stufe weiter in ihrer Entwicklung ist die zweite Vorband "Fearce", was bei Stücken wie "Cross The Line" deutlich wurde. Das Quintett aus dem Freiburger Raum macht harte Gitarrenmusik beeinflusst von Nu-Metal, Metalcore und Deathcore. Aggressive bis melodische Vocals und straighte, kompromisslose Gitarrenriffs, unterlegt von einer präzisen Rhythmussektion sind die Markenzeichen der Band.

Anschließend war es in der nicht ganz so gut wie üblich besuchten "Wolfsklause" Zeit für den Hauptact. "Undertow" sind eine feste Größe in der deutschen Metalszene. Die sympatischen Schwaben um Sänger und Gitarrist Joachim Baschin boten den Zuhörern klischeefreien, gradlinigen und energiegeladen Schwermetall. Beeindruckend, welch tonnenschweren Sound die Band aus den Boxen zaubert, obwohl es sich lediglich um ein Trio handelt. Mit "Crawler", "Missing Link", "Bitter Taste", "Art Of Falling" oder "Stomping Out Ignorance" beglückten "Undertow" die Fans mit einem "Best Of" von den drei zurückliegenden Studioalben. Man merkt der Band nach mehr als 350 Liveauftritten mit Szenegrößen wie "Danzig", "Volbeat", "Paradise Lost" oder "Kreator" ihre große Routine genauso an, wie ihre immer noch vorhandene wohltuende Spielfreude. Mit dem hardcorelastigen "Drenched" und dem Klassiker "34CE" endete ein sehenswerter "Undertow"-Auftritt, der ein paar Zuschauer mehr verdient gehabt hätte.

Am Samstag, dem 21. Mai gastiert die Band "Random Hand" aus England in der "Wolfsklause". Das Quartett mischt Ska-Punk mit einer Brise Hardcore zu einem tanzbaren Gebräu. Die Vorband heißt "Some Living", kommt aus Achern und macht Skapunk.