„Reise, Reise“ mit Randstein

Vergangenes Wochenende tobte in der Wolfsklause mal wieder ordentlich der Mob. Nachdem die Vorband „Freezeebee“ die Menge ordentlich angeheizt hatte, legte die „Rammstein“-Coverband „Randstein“ unseren Konzertkeller sprichwörtlich in Schutt und Asche.

Trotz herrlichen Wetters fanden sich viele Fans schon früh in der Wolfsklause ein, um gemeinsam mit der Vorband „Freezeebee“ das Aufwärmprogramm zu bestreiten. Das Frankfurter Trio präsentierte eine mächtig groovende Mischung aus Rock, Metal und Soul. Ein satter Bass, treibende Drums und tiefergelegte Gitarrenwände wie bei „Shoot Me“ begeisterten ebenso wie lockere und funkige Rock Nummern á la „All Around“ oder „That’s Why“. Prächtig ergänzt wurde das Ganze durch den souligen Gesang von Gitarrist Jan Biermann. Auch die Gebrüder Aeppli, Florian am Bass und Johannes am Schlagzeug, scheuten sich nicht das Mikro in die Hand zu nehmen.
„Freezeebee“, wie auch das Publikum, hatten sichtlich Spaß am kurzen aber knackigen Auftritt.
Die Nackenmuskulatur war nun aufgewärmt und so konnten „Randstein“ endlich loslegen. Die „Rammstein“-Tributeband stammt aus dem Raum Karlsruhe und war schon vor zwei Jahren in der Wolfsklause zu Gast. Dies schien den Fans in bester Erinnerung geblieben zu sein, denn auch an diesem Abend war der Keller wieder brechend voll.
Die sechs Musiker waren in „Rammstein“-stylischen Outfits gekleidet und düster geschminkt. Vom ersten Song an war die Stimmung frenetisch. Die Menge feierte und „bangte“ was das Zeug hielt. Jeder sang lauthals mit bei Songs wie „Asche Zu Asche“, „Spieluhr“ oder „Feuer Frei“. Der bullige Sänger Alex Fels traf die Stimmlage von Rammstein-Sänger Till Lindemann nahezu perfekt und seine Kollegen an den Instrumenten sorgten in Kombination mit den eingespielten Original-Samples für echtes „Rammstein“-Konzertfeeling. Ein Killersong jagte den anderen und kleine Showeinlagen wie bei „Mein Teil“ oder „Bestrafe Mich“ amüsierten das begeisterte Publikum. Nach weit mehr als zwei Stunden Spieldauer, etlichen Zugaben und bei Temperaturen nahe dem Siedepunkt verließen die sympathischen Badener unter tosendem Applaus die Bühne. Viele der Besucher dürften am nächsten Morgen Muskelkater im Nackenbereich vom vielen Headbangen verspürt haben.