BIG MAMA rocken in der ausverkauften Wolfsklause



Die Wolfacher Cover-Band „Big Mama“ trat am vergangenen Samstag zum ersten mal in der Wolfsklause auf und die Hard'n'Heavy-Fans aus der Region strömten in Massen in den Oberwolfacher Konzert-Keller.

In der brechend vollen Wolfsklause traten „Big Mama“ gegen 23 Uhr ins Scheinwerferlicht. Ein Generationen übergreifendes Publikum lauschte den Klängen des Openers „Solid Ball“ von „Saxon“. Vom Altrocker über den Heavy-Fan Mitte dreißig bis hin zu jungen Metal-Leibhabern war das komplette Spektrum im Saal vertreten. Mit Hits von „AC/DC“, „Iron Maiden“, „Manowar“ und „Deep Purple“ brachte der Vierer die Menge drinnen schnell auf Betriebstemperatur, während draußen das Klause-Team bereits das „Ausverkauft“-Schild vor die Tür hängen musste. Vor der Bühne herrschte bei Gassehnauern von „Accept“ (Balls To The Wall) oder „Black Sabbath“ (Paranoid) eine ausgelassene Stimmung. Technisch herausragend und gesanglich auf einem irrsinnig hohen Level knallten „Big Mama“ den Zuhörern einen Brocken nach dem anderen vor den Latz. Nach „Hallowed Be Thy Name“ (Iron Maiden) nahm sich die Band eine kleine Verschnaufpause und gab der durstige Meute die Möglichkeit, sich an der Theke mit erfrischenden Getränken einzudecken.

Im Anschluss an die kurze Unterbrechung flammte die Stimmung mit dem grandiosen „Holy Diver“ von „Dio“ im nu wieder neu auf. Die erfahrene Band hatte sichtlich Spaß an diesem Konzert. Auch der „Depeche Mode“-Track „People Are People“ wurde durch den Fleischwolf gedreht. Sänger und Gitarrist Carsten Boser hatte das gut gelaunte Publikum fest im Griff und lief bei „Carry On“ von „Manowar“ oder „Enter Sandmann“ von „Metallica“ selbst richtig heiß. Beim von „Iron Maiden“-Nummern dominierten Schlussspurt, garniert mit den Klassikern „Hells Bells“ (AC/DC) und „Perfect Strangers“ (Deep Purple), erreichte die Stimmung den Höhepunkt. Gänsehaut-Feeling war zum Ende des regulären Programms bei der phantastischen „Maiden“-Hymne „Fear Of The Dark“ angesagt. Den von den Fans unnachgiebig geforderten Zugabeteil begannen „Big Mama“ mit der „Manowar“-Abrissbirne „Warriors Of The World“. Danach wurde „Breaking The Law“ von „Judas Priest“ euphorisch bejubelt und schließlich „Motörhead's“ Brüller „Ace Of Spades“ in traditioneller „Lemmy Kilmister“-Manier aus unzähligen Kehlen inbrünstig mitgesungen. Für alle unersättlichen gab die Band dann noch das durch „Nazareth“ bekannte „This Fight Tonight“ zum Besten, ehe ein tolles Konzerterlebnis zu Ende war.

Zu diesem gelungenen Konzert trug auch die Vorband „Metusa“ bei. Der Fünfer, bestehend aus zwei Frauen und drei Männern, sorgte mit seinem Mittelalter-Folk-Rock dafür, dass sich viele Neugierige bereits recht früh am Abend in der Wolfsklause versammelten. Ausgerüstet mit mittelalterlichen Instrumenten wie Drehleier, Laute, Sackpfeifen oder diversen Flöten kombinierten die Freudenstädter diese Elemente mit E-Gitarre, Bass und Schlagzeug. Eigene Songs wie „Tanz“, „Deus Lo Vult“ oder „Nachtschwarzer Engel“ wussten ebenso zu gefallen, wie die Interpretationen bekannter Lieder der Marke „Sturmnacht“ (Schandmaul), „Ai Vis Lo Lop“ (In Extremo) oder „Minne“ und „Grabrede“ von „Subway To Sally“. Eine interessante Band, die man als Fan dieser Stilrichtung im Auge behalten sollte.

Das nächste Konzert in der Wolfsklause geht erst nach Fastnacht über die Bühne. Dann ist die im Kinzigtal bekannte Alternative-Melodic-Rockband „Lacuna“ aus Saarbrücken zu Gast.