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...::: WOLFSKLAUSE :::...

Konzerte

Konzertberichte

[28.02.2009] Pinksnotred

"Pinksnotred" versprühten jede Menge gute Laune

Nach einer kurzen Fasnets-Pause war in der Wolfsklause endlich wieder Livemusik angesagt. „Pinksnotred“ aus Mainz und die Lahrer Formation „Road Closed Ahead“ präsentierten zwei unterschiedliche Musikstile.

Etwas gemächlicher als beim letzten Konzert im Januar, als die holländischen Hardcore-Metaller „Born From Pain“ zu Gast waren, ging es am vergangenen Wochenende im Oberwolfacher Musik-Keller zu. Zwar drückte die Vorband „Road Closed Ahead“ hin und wieder aufs Gaspedal, der Headliner „Pinksnotred“ überzeugte aber vor allem durch melodische und tanzbare Rocknummern.

Das bei der ersten Band noch recht spärlich vorhandene Publikum bekam einen interessanten Mix aus verschiedenen Versatzstücken des Rock, sowie einer kräftigen Brise Heavy Metal geboten. Ihren variablen Stil tauften „Road Closed Ahead“ auf den Namen „Punch-Rock“. Die Musik der Mannen um den unter dem Künstlernamen „CC Kill“ agierenden Sänger Chris Conrath kommt live eine Spur härter und schnelle rüber, als auf CD. Für Stücke wie „Fight“, „I Won’t Die“ oder das abschließende „Never Be Free“ gab es ordentlich Applaus.

Nun war die Zeit für den Hauptact gekommen. In der mittlerweile gut gefüllten Wolfsklause hatten sich überdurchschnittlich viele Damen eingefunden. Kein Wunder, hatten sich die sympathischen und attraktiven Jungs von „Pinksnotred“ durch ihren musikalisch bärenstarken Auftritt beim letztjährigen Moosenmättle Open Air doch viele neue Freunde in der hiesigen Rock-Szene gemacht. In einheitlichen rot-weiß gestreiften T-Shirts gab der Fünfer nicht nur optisch ein gelungenes Bild ab, sondern wusste auch soundtechnisch restlos zu überzeugen. Ihre leicht von den großen „Beatsteaks“ angehauchten Songs strotzten geradezu vor Tanzbarkeit und eingängigen Refrains. Sänger Marc Hirschmann entpuppte sich vom Opener „Automatic“ an als Frontmann mit großen Entertainment-Qualitäten. Mit „Witchcraft“, „A Night In The City“ und „Back From A Ride“ haben die Mannen aus der Karnevals-Hochburg echte Clubhits am Start, zu denen kräftig das Tanzbein geschwungen wurde. Den Abschluss des regulären Sets bildete mit „Ramona“ ein flottes Stück, das „Pinksnotred“ extra für den Soundtrack des Films „Videokings“ geschrieben haben. Bei den Zugaben „One More Day“ und „Vision“ wurde noch mal ordentlich Party gemacht, ehe sich das Geschehen nach kräftigem Beifall an die Theke verlagerte.

Auch beim März-Konzert geht es ein wenig ruhiger zu, wenn die großartigen deutschsprachigen Rocker „Geist“ am Samstag, den 28.03., in der Wolfsklause halt machen und ihren von "Tool" beeinflussten Sound präsentieren. Die Vorband heißt „Gree“, kommt aus Freiburg/Offenburg und zelebriert hörenswerten Post-Rock.

[17.01.2009] Born From Pain

„Born From Pain“ zerlegen die ausverkaufte „Wolfsklause“

Wer sich nicht rechtzeitig um Karten bemüht hatte, schaute leider in die Röhre: das Konzert des holländischen Metalcore-Aushängeschilds „Born From Pain“ in der Oberwolfacher Wolfsklause am 17. Januar war bereits kurz vor 20 Uhr bis auf den letzten Platz ausverkauft – und das obwohl am selben Abend fasnets- und konzerttechnisch einiges geboten war im Kinzigtal.

Doch bevor die teilweise von weit her angereisten Fans ihre Lieblinge bewundern durften, wurden sie von zwei hervorragenden Vorbands auf Touren gebracht. Als Gengenbachs Vorzeige-Metaller „Deadly Silence“ den Konzertabend eröffneten, war die Lokalität bereits rappelvoll. Der schwungvolle Thrash-Core des sympathischen Fünfers kam bei den Zuhörern sehr gut an. Songs wie „This World“, „Shattered Eyes“ oder „Primal Rising“ sorgten für viel Tanzlaune im Publikum. Die Band hat sich definitiv zu einer festen Größe in der Ortenauer Metal-Szene entwickelt.

„Pray For Redemption“ hieß die zweite regionale Band, die sich vor vollem Haus präsentieren durfte. Die Schwarzwälder ließen sich nicht zweimal bitten und servierten den Zuhörern einen Hardcore-Leckerbissen nach dem anderen. Sichtlich angespornt durch die äußerst positiven Reaktionen auf der Tanzfläche lief die vierköpfige Truppe bei Stücken wie „Septic Icon“, oder „A Conversation With The Mirror“ zur Hochform auf. Das abschließende „Affection Fills The Void“ zog den Schlussstrich unter einen starken Auftritt.




Viele Fans stellten sich die Frage, ob „Born From Pain“, eines der wichtigsten europäischen Hardcore/Metal-Schiffe, durch den Weggang seines langjährigen Frontmanns Che Snelting ins Schwanken gerät. Die Antwort lautet ganz klar: nein. Nach mehreren Ersatzsängern brüllt mittlerweile Ex-Bassist Rob Franssen ins Mikro. Musikalisch ist bei „Born From Pain“ alles weitgehend beim Alten geblieben. Die explosive Mischung aus druckvollem New-School-Hardcore, atemlosem Thrashmetal, old-schooligen Gangshouts und düsteren Heavy-Leads zündet noch immer prächtig. Dies zeigte sich, sobald das Intro zu Ende war und die ersten Töne von „Sound Of Survival“, dem Titelstück des aktuellen Albums, erklangen. Im Nu verwandelte sich die „Wolfsklause“ in ein Tollhaus. Gewaltige Breakdowns gingen Hand in Hand mit hastigen Speed-Einlagen, treibenden Grooves und stilsicher platzierten Gitarrensoli. Die Band beobachtete das wilde Treiben auf der Tanzfläche sehr zufrieden und kitzelte bei Knaller-Songs wie „Sons Of A Dying World“, „Rise Or Die“ oder „Relentless“ trotz mittlerweile tropischen Temperaturen das Letzte aus dem Publikum heraus. Der in Deutschland lebende Sänger Rob Franssen hatte das Publikum bombensicher im Griff und überzeugte nicht nur mit seinem Gesang, sondern auch mit kritischen, zum Nachdenken animierenden Ansagen. Nach zwei Zugaben waren sowohl Band als auch Zuhörer mit den Kräften am Ende und so verließen „Born From Pain“ unter frenetischem Applaus die Bühne. Ein echtes Konzert-Highlight!




Das nächste Wolfsklause-Konzert steigt erst nach Fasnacht.

[15.11.2008] Ramones Mania

Die Bands „Area 31“ und die „Ramones“-Tribute Band „Ramones Mania“ feierten vergangenen Samstag zusammen mit zahlreichen Anhängern eine ordentliche Punkrock-Party.

Die Lahrer Punkrock Band „Area 31“, die vor fünf Jahren schon einmal bei uns gastierte, war als Vorband verpflichtet worden. Mit guter Laune und lockerem Mundwerk legten die vier Jungs los und erfreuten die Zuhörer mit frischem, melodischem Punkrock der Marke Pennywise, Millencolin oder NOFX. Sänger Sebastian Wiedemer erklärte dass es bei ihnen kein großes Gerede oder Pausen gebe, sondern einfach nur Punkrock, und der kam beim Publikum offensichtlich super an. Die Spielfreude der Band war ansteckend und flotte Songs wie „In Your Face“, „Playing Games“ oder „Solutions“ luden zum mitfeiern ein. Nach einer knappen Stunde verabschiedete sich der Vierer unter anerkennendem Beifall und machte Platz für die Stars des Abends.
Die Ungarische „Ramones“ - Coverband „Ramones Mania“ machte im Rahmen ihrer Deutschland-Tour auch in der Wolfsklause halt. Schon zum zweiten Mal – bereits 2005 lockten die Musiker aus Budapest zahlreiche Punkrock-Fans nach Oberwolfach. Und dieses Mal sollte es nicht anders sein. In engen Jeans und Lederjacken, ganz wie die Originale, betraten sie die Bühne. Die einzelnen Bandmitglieder sind nebenbei alle in verschiedenen erfolgreichen Ungarischen Rockbands tätig und Meister ihres Fachs. Sänger Riki Church, der ursprünglich aus Los Angeles stammt, ist mit seinem schrillen Äußeren der Blickfang bei den Konzerten. Schon die ersten bekannten Töne brachten Schwung in die Menge und kurz darauf kam schon der wohl bekannteste Song „Blitzkrieg Bob“, dessen Refrain "Hey, Ho, Let's go!" das Markenzeichen der Band ist und im Laufe des Konzerts, von Band wie vom Publikum, immer wieder zwischen die Lieder gestreut wurde. Bald tanzten alte Punkrock-Veteranen gemeinsam mit jungen Ramones-Freaks und feierten ausgelassen die Songs der Kultband. Von „Sheena Is A Punkrocker“ über “I Believe In Miracles” bis hin zur Punkrock-Version des Louis Armstrong Klassikers „What A Wonderful World“ zockten die Musiker ein stattliches Repertoire von fast 40 Songs und zollten zusammen mit dem bunt gemischten Publikum den New Yorker Originalen den verdienten Respekt.
Das nächste Konzert bei uns am 20. Dezember ist ein Pflichttermin für alle Fans von „System Of A Down“, „Dredg“ oder „Tool“: die Rock-Band „Sinew“ aus Marburg wird als Headliner zu Gast sein, „Past All Hope“ aus Lahr als Vorband.

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